Die Geländehöhe kommt nicht von deinem Gerät. Sie stammt aus einer Satellitenvermessung der
Erdoberfläche (SRTM). Diese Vermessung hat an jedem Punkt das oberste Objekt erfasst.
Meistens ist das der Boden. Manchmal ist es ein Blätterdach, ein Dach oder eine Brücke.
Deshalb kann ein Profil eine plötzliche 20-Meter-Beule zeigen, wo der Weg unter Bäumen verläuft. Oder
eine Stufe, wo der Weg an einem Gebäude vorbeiführt. Die Geländedaten sind nicht kaputt. Sie beschreiben
die Baumkrone.
Positionsfehler verschlimmern es
Die Höhe wird über die Position nachgeschlagen. Eine ungenaue Position ergibt eine ungenaue Höhe. Ein
aufgezeichneter Punkt kann dreißig Meter neben dem Weg liegen, was in einem Tal oder unter dichtem
Bewuchs normal ist. Die zurückgelieferte Höhe gehört dann zu jener Stelle am Hang, nicht zu dem Weg, den
du gegangen bist.
Was du tun kannst
Bevorzuge gemessene Höhen, wo du sie hast. Eine mit barometrischem Höhenmesser
aufgezeichnete Route liegt meist näher an der Wahrheit als ein Blick in die Geländedaten.
Berechne neu, wo du sie nicht hast. Nutze Route › Höhe aus
Geländedaten neu berechnen für eine auf der Karte gezeichnete Route oder für eine, deren
aufgezeichnete Höhe sichtbar verrauscht ist. TrailRunner Mini warnt vorher, wenn die Route
gemessene Höhendaten enthält. Beim Neuberechnen wird jeder Punkt durch Geländedaten
ersetzt, gute Messwerte eingeschlossen.
Lies Summen als Schätzungen. Anstieg und Abstieg sind Summen, jeder kleine
Fehler sammelt sich also an. Nimm sie als Anhaltspunkt dafür, wie anstrengend eine Route ist,
nicht als Vermessungswert. Warum die beiden Zahlen bei einer Runde auseinandergehen, steht unter
Anstieg, Abstieg und Höhe.